Einführung DVB-T2-HD vernichtet Werte

Die Einführung von DVB-T2 vernichtet Werte. Ab dem 29.03 2017 sind Millionen von DVB-T-Receivern wertlos, da es das Signal nicht mehr gibt und auch keine Abwärtskompatibilität vorhanden ist. Alle funktionierende Geräte sind Schrott. Experten schätzen, dass allein mindestens fünf Millionen TV-Empfangsboxen durch die Umstellung zu wertlosem Elektroschrott werden. Andere gehen von 7,4 Millionen betroffene Haushalte aus. Dies ist ein typisches Beispiel für eine mit politischer Unterstützung breit angelegte funktionelle Obsoleszenz, also eine Kombination von geplanter mit exogener Obsoleszenz.

Die Einführung war eigentlich schon für früher geplant. Also gab es auch genug Zeit für eine kundenfreundliche Lösung. Die Rundfunkaufseher wollten damals darauf drängen, dass nur noch Decoder die Regale kommen, die auch für die nächste Generation von DVB-T taugen. „Es ist wichtig, dass die Geräte aufwärtskompatibel werden“, sagte damals der Berliner Rundfunkaufseher Hans Hege. Dies ist offensichtlich nicht gelungen. Auch ein Parallelbetrieb der bisherigen und neuen Signale wurden erwogen und wieder verworfen.

Was wird aus DVB-T? Das Bundeskabinett hat eine Verordnungsänderung beschlossen, nach der die bisher von DVB-T genutzten Frequenzen für den Ausbau des mobilen Internets versteigert werden sollen.

 

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