Bundesumweltministerin Henricks fordert freien Akkutausch

Im Zusammenhang mit den explodierenden Akkus bei Samsung kritisiert Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die Praxis verschiedener Hersteller, Batterien fest in ihren Geräten zu verbauen, sodass sie sich nicht einzeln entnehmen und austauschen lassen. „Akkus sollten frei und leicht entnehmbar sein – und zwar von jedermann und jederfrau, nicht nur von Fachleuten. Dann lassen sich Sicherheitsprobleme schnell lösen, und das Gerät kann lange benutzt werden.“ (Quelle: Süddeutsche)

Diese „Soll-Forderung“ kommt erstaunlich spät und schwach, nachdem bereits zahllose Umweltschutzinitiativen und viele andere NGOs in den vergangengen Jahren gefordert haben, dass Akkus für die Nutzer frei und leicht tauschbar sein müssen. Trotz der breiten öffentlichen Debatte wurde das ElektroG zugunsten eines nunmehr auch möglichen festen Einbau von normalen Batterien novelliert. Nachdem nun auch das Umweltministerium tatenlos den Rückschritt in der Novellierung vom ElektroG hingenommen hat, ist die aktuelle Stellungnahme von Frau Hendricks wenig verständlich, kann jedoch als späte Einsicht hingenommen werden. Es wird Zeit, dass entschlossenes Handeln folgt.

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