Beraterin empfieht geplante Obsoleszenz als Strategie

Frau Dr. Sylvia Knecht empfiehlt deutschen Unternehmen geplante Obsoleszenz bewußt und offen in ihrer Kommunikationsstrategie einzusetzen. Dr. Sylvia Knecht ist Inhaberin der linch-•pin Beratungsagentur, die auf Employer Branding Themen spezialisiert ist. Knecht lehrt an den Hochschulen FOM und Fresenius Marketing und Kommunikation. Sie bestätigt in Ihrem Artikel „Geplante Obsoleszenz – Das bestgehütete Geheimnis„: „Geplante Obsoleszenz gibt es seit hundert Jahren.“ (gelesen: 30.12.2016 12:08 Uhr) und fragt: „Warum nutzen Unternehmen in vernetzten Märkten nicht endlich die Chance, die Obsoleszenz in die Kommunikationsstrategie mit einzubauen?“

Zwar steht im Untertiel des Artikels „Eine Polemik“, doch liest sich der Artikel, als wenn sich die Polemik gegen den Verbraucher richten soll, der sich willig geplante Obsoleszenz gefallen lässt. Daher auch der Ratschlag, diese Passivität offensiv im Marketing umzusetzen. Der Kunde zahle gerne viel und schmeißt gerne weg, also ran an den Speck, so liest sich der weniger schwungvolle Text.

Solche Lehren sind in einer Welt, die nach Lösungen für eine ressourcenleichte Kreislaufgesellschaft sucht, nicht mehr gewollt. Hier wird immer noch ein Nachkriegsmarketing empfohlen, dass über die Strategien eines Sloan (ehem. General Motors) nicht hinauskommt und in den 1960ern hängen geblieben ist. Wir brauchen ein Marketing, dass den Anforderung der werdenden Kreislaufgesellschaft gerecht wird. Die Schredderwirtschaft ist obsolet. Unternehmen, die dieser Herausforderung nicht gerecht werden können, sind als Arbeitgeber unattraktiv.

 

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